We Make History

Zieglers Cousin Erwin Weber brachte bei seinem Besuch auf der Insel 1934 Zeitungen und Zeitschriften aus dem Nazireich mit – sie wurden zur Grundlage mehrerer Zeichendruckserien, denen Ziegler die Titel „Blut und Boden“, „Deutschland ist erwacht“, „Bilderbogen zum dritten Reich“ und „Führer sehen Dich an“ gab. Während des Krieges wurde 1940 in London eine Auswahl daraus – entlarvende Porträts der Täter, erschütternde Darstellungen ihrer Opfer – unter dem Titel „We Make History“ als Buch veröffentlicht. Richard Ziegler wählte dafür das Pseudonym „Robert Ziller“, um seine Verwandten in Deutschland nicht in Schwierigkeiten zu bringen. Den Bildern hatte Ziegler Zitate aus deutschen Zeitungen und Nazi-Hetzreden gegenübergestellt. Dem englischen Buch folgten Ausgaben in dänischer, niederländischer und serbo-kroatischer Sprache.

Im Klappentext der englischen Ausgabe heißt es:

„Ein Band mit rund 35 entlarvenden Porträts von Nazi-Führern, dazu Darstellungen, die die Gesinnung der Nazis und deren Folgen für die leidenden Opfer vor Augen führen.
Mit flammender Entrüstung geben sie einen Einblick in eine Seite des „deutschen Gemütes“, die ihren abscheulichen Ausdruck in der nationalsozialistischen Politik gefunden hat.
Diese Zeichnungen sind nicht bloße Zeitungskarikaturen, sie enthüllen Tatsachen. Hinter den Masken kommen grausame Zerrbilder zum Vorschein, geprägt vom Nazitum.
Robert Zillers Kunst offenbart mehr als eine Unmenge von Kommentaren und Kritiken,
sie ist ein Beitrag zur Menschlichkeit und für den Kampf der Menschheit, ihre Werte zu bewahren“.

Vorarbeiten zu „We Make History“

Bevor sich Ziegler an die endgültige Gestaltung der Monotypien machte, schuf er – als erste Umsetzung der Zeitungsfotos – diese expressiven Bleistiftvorskizzen.

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WE MAKE HISTORY
Wir machen Geschichte

Titelbild: Streicher; Hitler; Hess; Himmler